Panoramapark NK: Fluch oder Segen?

Wie viele andere Neunkirchner mache ich mir seit längerem Gedanken über den Panoramapark. Nun steht er kurz vor seiner Eröffnung (Link: Eröffnungsprogramm) und ich gespannter denn je, ob er ein Innenstadt-Killer ist. Um es kurz zu machen: Ich denke nein. Wie komme ich zu diesem Schluss? Nun, hier mein Gedankengang:

Innenstadtbelebung adé? Natürlich wird der Panoramapark Personen zum Einkauf animieren, die vielleicht ansonsten in der Innenstadt gekauft hätten. Zudem kosten die Parkplätze in der Innenstadt etwas und die sind nicht sonderlich nahe am Geschäft – für eine junge Mutter mit zwei kleinen Kindern nicht sehr optimal. Das große ABER kommt natürlich sofort: Die Innenstadt bietet teilweise eine andere Produktpalette an. Zudem ist sie optisch toll, so ein Bummel in der Altstadt hat schon seinen Reiz. Und zuguterletzt verfügt sie über zahlreiche Shops, viel mehr, als der Panoramapark anbietet. Was der Innenstadt noch fehlt, sind einheitliche Öffnungszeiten. Als Konsumentin möchte ich mich darauf verlassen können, dass ich überall zur gleichen Zeit reinkann, um etwas zu kaufen. Bei einem Shoppingcenter weiß ich das. Also hier bitte noch ansetzen, geschätzte Wirtschftstreibende!

Der Wiener-Neustadt-Effekt: Recht oft denke ich mir, um etwas bestimmtes zu bekommen, muss ich in den Fischapark fahren. Parkplatz vor der Tür, Viele Geschäfte an einem Ort – perfekt für den Samstagsbummel. Das werde ich mir in naher Zukunft wohl gelegentlich schenken. Vielleicht bekomme ich nicht alles in Neunkirchen, was in WN angeboten wird. Aber ich bin mir sicher, dass ich das meiste nun in der Heimatstadt bekomme. Spart Sprit und auch Nerven im Verkehr. Da fehlt eigentlich nur mehr ein nettes Elektrogeschäft á la Mediamarkt – aber halt: Auch hier bekomme ich Vieles in der Innenstadt (Zb. Hartlauer, Niedermeyer am Hauptplatz). Ich denke, einige aus dem Neunkirchner Umland werden ähnlich denken wie ich. Schlussfolgerung: Diese Kundschaft hatte Neunkirchen noch nicht, die war in Wiener Neustadt verortet. Das stellt sicher keine Konkurrenz zur Innenstadt dar. Hier hat das Stadtzentrum sogar Potential, mitzunaschen: Viele dieser „neuen“ Kunden könnte man doch auf irgendeine kreative Weise auch noch in die Stadt locken?

Fazit: Wenn die Innenstadt-Wirtschaft sich nicht reflexartig aufs Jammern verlegt, sondern aktiv etwas macht – dann können sogar neue Käuferschichten gewonnen werden. Meine Tipps: 1. Einheitliche Öffnungszeiten. 2. Konzentration auf die Stärken (jeweilige Nische, bezaubernde Altstadt). 3. Aktiv werden (Gesamt-Marketing), um die Kundenschichten auch in die Stadt zu bekommen.

2 Gedanken zu „Panoramapark NK: Fluch oder Segen?

  1. Armin

    Was noch zu sagen ist:

    Pro Panoramapark: Eine Steinwüste in bester Stadtlage hat endlich eine Bestimmung gefunden…

  2. Pingback: Neue Homepage für Neunkirchens Innenstadt | Nadines Welt

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