Beikost – Teil 6: Wie bereite ich die Lebensmittel für mein Baby zu?

Claudia35 pixelioBeim Zubereiten von Babynahrung sollten Lebensmitteln aus kontrolliert-biologischem Anbau der Vorrang gegeben werden, dies ist je jünger das Baby, umso wichtiger! Sehr nitratreiche Gemüse wie z.B. Spinat sollten im Zweifel aus dem Gläschen gegeben werden. Babynahrung sollte nie lange gekocht, sondern lediglich gedünstet werden und kann problemlos auf Vorrat zubereitet und dann portionsweise eingefroren werden. Zu Anfang, wenn das Baby nur kleine Mengen verspeist, eignet sich ein Eiswürfelbehälter besonders (Hierbei unbedingt auf Hygiene achten!). Oder man entnimmt kleine Portionen aus dem Gläschen. Diese haben den Nachteil, dass sie sich nicht als Fingerfood eignen. Weiterhin sind sie teuer und man muss bei jedem Glas die Zutatenliste genau studieren, damit das Baby nicht versehendlich mit Zutaten wie Salz, Zucker, Gewürzen, Vollmilch, Sahne o.ä. “überrascht” wird.

Selbstzubereitete oder industriell hergestellte Beikost?

Im „Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr“ ist selbstzubereitete oder industriell hergestellte Beikost möglich. Die Mutter sollte über die jeweiligen Vor- und Nachteile von selbstzubereiteter und industriell hergestellter Beikost unterrichtet werden. Dann kann sie nach eigener Abwägung ihre Entscheidung treffen.

Industriell hergestellte Beikost ist praktisch frei von Pestizidrückständen und bietet somit einen zusätzlichen Sicherheitsstandard gegenüber den Lebensmitteln des allgemeinen Verzehrs. Aber auch letztere werden von der staatlichen Lebensmittelüberwachung kontrolliert. Sie sind hinreichend sicher für die Ernährung von Säuglingen.

Industriell hergestellte Beikost ist als Convenience-Produkt teurer. Selbstzubereitung erfordert erhöhten Aufwand und besondere Sorgfalt.

Bei Selbstzubereitung der Beikost hat es die Mutter in der Hand, die Auswahl der Lebensmittel in gewünschter Weise zu beschränken. Selbstzubereitete Mahlzeiten bieten eine größere Geschmacksvielfalt. Zusätze wie Salz und Zucker, die in industriell hergestellter Beikost weit verbreitet sind, werden bei Selbstzubereitung nicht benötigt.

Das Angebot industriell hergestellter Beikost umfasst derzeit etwa 540 Produkte. Etwa die Hälfte davon sind Breimahlzeiten, die im Prinzip den Mahlzeiten des „Ernährungsplans“ entsprechen.

Auffallend ist der niedrige Fettgehalt in den industriell hergestellten Beikostmahlzeiten. Er erreicht z.B. in fleischhaltigen und vegetarischen Menüs sowie Getreide-Obst-Breien nur etwa die Hälfte des empfohlenen Fettgehalts der Selbstzubereitung. Industriell hergestellte Menüs enthalten heute im Gegensatz zu früher etwa 20% weniger Fleisch als die Rezepte für die Selbstzubereitung.

Weit verbreitet ist die Nährstoffanreicherung in industriell hergestellter Beikost, vor allem mit Vitaminen in Milch-Getreide-Breien.

Link: http://www.rabeneltern.org/ernaehrung/wissenswertes/erste_beikost.shtml

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Ernaehrung/s_320.html

Im nächsten Teil: Wie bekommt mein Baby die richtigen Nährstoffe?

Kommentar verfassen