Beikost – Teil 3: Ich bin Allergiker-was nun?

hofschlaeger pixelio.deDie ersten Mahlzeiten sollten immer aus wenigen, sorgfältig ausgewählten Lebensmitteln bestehen, die erfahrungsgemäß selten Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen. Hauptallergene, wie Kuhmilch, Weizen, Soja, Fisch, Nüsse, Zitrusfrüchte, Sellerie, Zusatzstoffe und Industriezucker sollten während des gesamten ersten Lebensjahres nicht gegeben werden. Selbstverständlich kann grundsätzlich jedes Nahrungsmittel unverträglich sein und es muss auf individuelle Gegebenheiten eingegangen werden.

Hat mindestens ein Elternteil Allergien, so ist das Baby erblich vorbelastet und hat damit ein erhöhtes Allergierisiko. Bei allergiegefährdeten Säuglingen ist es besonders wichtig, Beikost nicht vor dem 7. Lebensmonat anzubieten. Leidet ein Elternteil unter Allergien besteht ein Risiko der Vererbung von bis zu 30 %. Diese Lebensmittel (und ihre Kreuzallergene) sollten bei allergiegefährdeten Kindern deshalb erst nach dem 2. Geburtstag geben.

Die häufigsten Allergien bei Kleinkindern sind Milch- und Hühnereiweißallergie. Aber auch Soja und Weizen und Nüsse sind stark allergen. Ebenso wie Kuhmilch, sind auch Ziegen-, Schaf- und Stutenmilch nicht zur Ernährung für Babys geeignet. Deren Eiweiße sind zum großen Teil identisch mit denen der Kuhmilch und taugen daher nicht als Ersatz zur Allergieprophylaxe.

Liste: Was darf ein allergiegefährdetes Baby nicht essen?

Allergien werden immer häufiger, deshalb sollte nach Möglichkeit jedes Baby im ersten Jahr allergenarm ernährt werden. Folgende Nahrungsmittel sind daher besser zu vermeiden:

  • Tiermilch und deren Milchprodukte (Butter stellt eine Ausnahme dar), diese belasten außerdem die unreifen Nieren zu stark
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Beerenobst und Zitrusfrüchte
  • Tomaten, Zwiebeln
  • Ei
  • Roggen, Weizen, (Hafer)
  • Nüsse, Mandeln
  • Pilze
  • Soja

Link: http://www.allsana.de/seite/infotipp9.erste-beikost.htm

Im nächsten Teil: Fleischlose Ernährung für Babies – ist das sinnvoll?

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