Beikost – Teil 9: Was und wie viel sollte mein Baby trinken?

El-Fausto pixelioWährend der Vollstillzeit braucht ein Baby keine zusätzliche Flüssigkeit, mit der Einführung der Beikost kann man auch zu den Mahlzeiten etwas zu trinken anbieten.

Als Getränk im ersten Lebensjahr eignet sich Wasser am besten, nach und nach kann man dem Kind ungesüßten Tee (keinen Instant-Tee) und verdünnten (1:3) (eisenhaltigen) Saft anbieten. Man soll aber dabei bedenken, dass Kräutertee in zu vielen Mengen schon wie Heilmittel wirken und über längere Zeit nicht ohne weiteres gegeben werden soll. Als Saft kann man Apfel- oder Traube anbieten. Dabei immer Direktsaft verwenden.

Das ideale Getränk ist Wasser. Er kann bedenkenlos abgekochtes (auch sehr hartes) Leitungswasser trinken, außer die Hausleitungen sind aus Blei. Eine zu hohe Bleiaufnahme gefährdet die geistige Entwicklung, kann Immunschwäche und Nierenerkrankungen verursachen. Anzeichen: Mattheit, Appetitlosigkeit. Neuverlegte Kupferleitungen und Trinkwasser mit einem ph-Wert unter 6.5 sind ebenfalls ein Risikofaktor. Der Grenzwert für Kupfer im Trinkwasser könnte überschritten sein. Eine zu hohe Kupferaufnahme kann bei Babys zu Immunschwäche, Leberschäden, frühkindlicher Leberzirrhose führen. Anzeichen: Gelbfärbung der Haut. Trinkwasser wird häufig kostenlos von den Wasserwerken analysiert, wenn Kleinkinder im Haushalt leben. Ein weiterer Ansprechpartner zu diesem Thema sind die Gesundheitsämter. In solchen Fällen ist einem nitrat- und kohlensäurearmen Mineralwasser der Vorzug zu geben.

Auch dünne, ungezuckerte Früchtetees oder Roibuschtee können angeboten werden, ebenso sehr stark verdünnte Fruchtsäfte, wenn das Baby Wasser pur nicht mag. Hierbei ist aber zu bedenken, dass auch ein verdünnter Saft noch viel (Frucht)Zucker enthält und die Zähne angreift.

Kräutertees eignen sich nicht als tägliche Getränke! Kräuter haben medizinische Wirkungen und Nebenwirkungen, außerdem immunisiert der kindliche Körper auf Dauer gegen die Wirkstoffe und spricht dann auf pflanzliche Medikamente möglicherweise nicht mehr an.

Dauernuckeln am Fläschchen verursacht Karies. Selbst dann, wenn es sich um Wasser handelt, denn dieses schwemmt den “Karieskiller” Speichel von den Zähnen. Deshalb sollte dem Baby die Flasche nicht zum Selbsttrinken in die Hand gegeben werden und möglichst früh auf einen Becher umgestellt werden.

Link: http://www.rabeneltern.org/ernaehrung/wissenswertes/erste_beikost.shtml

Im nächsten und letzten Teil: Das wichtigste für die Praxis bei der Babyernährung

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